Rasse: Jack Russell Terrier Mischling

Farbe: tricolor

Alter: ca 08.2024

Geschlecht: männlich, intakt

Herkunftsland (momentaner Aufenthalt): Schweiz

"Zucht"land: Ungarn

Peppo kam Anfang Juni 2025 mit seiner Schwester aus Nagyata`d, Ungarn in die Schweiz ins Tierheim Surber nach Zürich. Er sollte, wie seine Schwester vermittelt werden. Es wurden bei Peppo aber diverse Auffälligkeiten festgestellt und diese auch umfassend medizinisch abgeklärt. Das Tierheim Surber nimmt für diese Kosten auch gerne Spenden entgegen. Der Befund durch MRT, diverse, auch labortechnische Untersuchungen in der Neurologie des Tierspital in Zürich lautet:

«Verdachtsdiagnose/n: 1) neurodegenerative Erkrankung

Kommentar: Die Elektrodiagnostik ergab keine eindeutigen Hinweise auf eine Erkrankung der Muskulatur (wie z. B. eine Muskeldystrophie). Auch die Kreatin-Kinase, ein muskelspezifisches Enzym, lag im Normbereich. Die MRT-Untersuchung zeigte eine Atrophie bzw. Hypoplasie der weissen Substanz, insbesondere des Corpus callosum, sowie ein vergrössertes Ventrikelsystem, vermutlich im Sinne einer Dilatation ex vacuo infolge von Gewebeverlust. Die Liquoruntersuchung war unauffällig.

Aufgrund von Peppos Alter, der klinischen Symptomatik und den MRT-Befunden besteht der Verdacht auf eine neurodegenerative Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, die durch den allmählichen Verlust von Nervenzellen und deren Funktion gekennzeichnet ist. Dieser Prozess führt häufig zu motorischen, kognitiven und sensorischen Beeinträchtigungen und ist in der Regel unumkehrbar.

Der Gentest auf die bei Jack-Russell-Terriern häufiger vorkommenden neurodegenerativen Erkrankungen fiel negativ aus. Dennoch gehen wir von einer neurodegenerativen Erkrankung aus, die durch diesen Test nicht erfasst wird. Leider ist davon auszugehen, dass sich Peppos Symptomatik im Verlauf weiter verschlechtern wird. Für neurodegenerative Erkrankungen steht derzeit keine gezielte Therapie zur Verfügung.» (Zitat aus dem Bericht)

Aufgrund dieser Diagnose ist eine Vermittlung ethisch und praktisch sehr schwierig, denn Peppo hat durch diese Erkrankung spezielle Bedürfnisse, Einschränkungen und es ist sehr schwer vorauszusehen, wie und wie schnell sich sein Zustand ändert. Wenn die Einschränkungen seine Lebensqualität zu stark beeinträchtigen, wird unnötiges Leid durch eine Euthanasie verhindert werden müssen.

Gemäss Aussage der Neurologen ist es schwer zu sagen wann dies soweit sein wird und kann bei 2,5 Monaten oder auch 2,5 Jahren liegen.

Wie wir bei unserem an Hirn und Kleinhirn Atrophie leidenden, unterdessen vorausgegangenen, Moshu erlebt haben, kann das Gehirn auch vieles kompensieren und andere Bereiche können teils Aufgaben übernehmen, aber eben auch nicht alle und alles. Fakt ist, man weiss nicht, wie es sich entwickelt, es ist in der Regel damit zu rechnen, dass es sich weiter verschlechtert. Auch unsere Sikari hat übrigens eine leichte Hirn Atrophie, das ist bei Kleinhunden scheinbar gar nicht so selten. Bei ihr und auch bei Moshu war der Rückgang der Gehirnmasse aber "verteilt" und nicht wie bei Peppo auf einen Bereich in dem Ausmass bezogen.

Der Corpus Callosum ist der Verbindungs"balken" zwischen der rechten und der linken Gehirnhälfte und daher sehr wichtig.

"Der Corpus callosum ist zur Verbindung der beiden Hemisphären das wichtigste Bahnsystem. Es trägt etwa 200 Millionen Fasern, die den Informationsaustausch ermöglichen. Wie das Beispiel der Split-Brain-Patienten zeigt, ist dieser Informationsaustausch sehr wichtig." (Zitat aus dasgehirn.info) wir lesen uns noch tiefer in die Thematik ein..

Peppo ist ein sehr ängstlicher Hund, noch nicht stubenrein und kennt halt als pubertierender, entwicklungsverzögerter/eingeschränkter Auslandtierschutzhund vieles noch nicht. Wie gut er lernfähig ist, wird sich auch noch zeigen, bisher wirkt er auch in dem Bereich etwas eingeschränkt. Auch damit kennen wir uns schon etwas aus, wir begleiteten auch schon Hunde mit einer geistigen Behinderung und vieles lässt sich aus dem Humanbereich übertragen, da hilft mir meine Ausbildung zur Sozialpädagogin HF und die Arbeitserfahrungen zusätzlich.

Peppo ist in vielen Dingen ein normaler Junghund, hat aber leider schon deutliche motorische, sensorische und auch kognitive Einschränkungen, welche sich leider seit Juni 25 tendenziell verschlechtern und eben auch nicht geheilt werden können.

Peppo braucht spezielle Betreuung und Förderung und hat trotz seiner Beeinträchtigungen ein Recht auf ein gutes, für ihn angepasstes, möglichst normales Leben und entsprechende Haltungsbedingungen und Förderung.

Somit kamen wir beim Tierheim Surber ins «Gespräch», wir kennen uns von diversen Weiterbildungen bereits. Da wir finanziell keinen weiteren, tendenziell «aufwändigen Fall» aufnehmen können, fanden wir einen guten Konsens unter befreundeten Organisationen.

Wir suchen nun Paten für Peppo und das Tierheim Surber ergänzt, wenn nötig, diese bis zum vereinbarten Betrag von 500.- pro Monat. Allfällige weitere Tierarztkosten, Therapie, Futter und Co übernehmen wir selbst – haben aber eine gesicherte Finanzierung zum Freundschaftspreis, was uns eine Zusage möglich gemacht hat.

Wir haben Peppo nun fix übernommen und er ist schon ziemlich gut in unsere Gruppe integriert. Es steht noch ein weiteres Blutbild zur Kontrolle (das letzte hatte einige Abweichungen) und die Tests auf Reise-/Mittelmeerkrankheiten, welche leider auch nicht gerade günstig sind. Peppo wird dann auch unserer Physio/Osteo Therapeutin vorgestellt, damit wir ihn bestmöglich unterstützen können. Dafür nehmen wir auch gerne einmalige Spenden entgegen. Bitte mit Vermerk: Peppo oder wenn es allgemein für Tierarztkosten sein soll: Tierarzt oder Physio/Osteo. vielen lieben Dank!

Peppo ist ein aufgestellter Kerl und wir freuen uns, ihn begleiten zu dürfen. Mehr zu seiner Integration, seinen Themen, Fortschritten und Co findet Ihr auf Facebook auf unserer Seite.

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Patenschaften können vom Betrag her frei gewählt werden, ob 10.- oder 100.- spielt keine Rolle – jeder Franken ist wertvoll und hilfreich. Wir suchen mehrere Paten, damit der Betrag idealerweise dadurch gedeckt wird. Meldet Euch doch bei Fragen ungeniert unter nadja@bringupaw.com

Postfinance Vereinskonto:

IBAN CH67 0900 0000 1561 4682 4

BringUPaw Special Home, Waltrigen 38b, 3463 Häusernmoos, Schweiz

Verwendungszweck/Bemerkung: «Patenschaft Peppo»

Zur Information: Betreffend Gemeinnützigkeitsanerkennung (Steuerbefreiung), die haben wir aktuell noch nicht eingereicht, schlicht und einfach, weil die Büroarbeit oft nach der Versorgung/Betreuung der Tiere keinen Platz mehr findet und wir leider einmal durch einen Festplattendefekt die gesamte Buchhaltung verloren hatten und alles neu machen mussten. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Buchhaltung 2025 (aktuell kurze «Pause» wegen Einzug/Integration von Peppo, was nun mal gerade anfänglich deutlich mehr Arbeit mit sich bringt), dann voraussichtlich Feb/März 26 werden wir unsere (doppelte) Buchhaltung der letzten Jahre mit einer ausführlichen Tätigkeitsbeschreibung und dem Antrag zur Steuerbefreiung/ Gemeinnützigkeitsanerkennung endlich einreichen können. Wir danken Euch für das Verständnis und die Unterstützung.